1. Die Organisatorin der Moerser MusikSommer, Frau Dr. Schumann, hat vor 2 Jahren Studenten von mir im Gesangswettbewerb für Musical im Theater Hagen erlebt und war beeindruckt, dass man Musical mit einer gesunden Stimmtechnik singen kann. Daraufhin hat sie mich zu einem Gespräch eingeladen, das zu diesem Kursus geführt hat.
2. Ob wir es gut finden oder nicht, die informelle musikalische Erziehung unserer jungen Leute findet in der Musical-und Pop-Kultur statt. Und Musical fängt mehrere Gesangsarten auf. Das Standardrepertoire stammt zum Teil aus der Operette. Also dieses Genre ist genauso interessant und wichtig für einen klassischen Sänger wie für die Sänger von Swing, Jazz , Blues und Pop. Und ich glaube, die Erstmaligkeit dieses Kursus im Rahmen von der Moerser Akademie zieht auch Sänger an. In diesem Bereich ist das Angebot an Kursen nicht sehr groß und nicht immer seriös.
3. Ich finde Meisterkurse, in Verbindung mit einer soliden Ausbildung, von großer Bedeutung für angehende Sänger. Man wird mit neuen Methoden und neuem Repertoire konfrontiert. Die Teilnehmer haben auch die Möglichkeit sich im Vergleich zu anderen zu sehen, sehr wichtig in dieser hoch competitive Branche.Und die Sänger lernen ihre zukünftige Kollegen kennen.
4. Die Erfahrungen die man bei Meisterkursen macht sind unbezahlbar. Natürlich kann keiner innerhalb von 3 Tagen singen lernen, aber man setzt sich mit seinem eigenen Können auseinander und bekommt neuen Impulsen für die weitere Entwicklung.
5. Selbstverständlich muss man die nötigen Voraussetzungen mitbringen; gutes Stimmmaterial, Musikalität, Bewegungstalent, darstellerische Begabung. Aber noch wichtiger sind die Persönlichkeit und die Liebe zum Theater. Dieser Beruf ist enorm anstrengend, Ohne Fleiß, Engagement und Ehrgeiz kommt man nicht weit. Und vor Allem, die Erkenntnis, dass man nicht für sich selbst auf der Bühne steht, sondern für sein Publikum.

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